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Donnerstag, 18 August 2005 - Sant'Elena, imperatrice
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Cimabue

Cimabue
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imabue kam im Frühjahr 1278 nach Assisi. Die malerische Ausgestaltung der Basilika war in der Unterkirche mit den Geschichten aus dem Leben des hl. Franziskus und in der Oberkirche mit den Fresken im nördlichen Querhaus begonnen worden. Cimabue sollte die Malereien im Chorbereich und dem Querhaus der Oberen Basilika vervollständigen. Von diesem Zeitpunkt ab geht die Intention - im Unterschied zu den Fresken, die von nördlich der Alpen stammenden Meistern geschaffen wurden - dahin, die Kirche als die Triumphierende Kirche darzustellen. Die Darstellung ändert sich insofern, als von der Gegenüberstellung des Alten und Neuen Testaments im Bildprogramm abgegangen wird und die Konzentration auf drei sich zyklisch wiederholenden Themen liegt: die Geschichten der Hll. Apostel Petrus und Paulus (im rechten Querhaus) stellen die streitende Kirche dar; der Kampf des hl. Michael mit dem Drachen (linkes Querhaus), umgeben von apokalyptischen Visionen, in welchen Franziskus als der Engel des sechsten Siegels dargestellt ist, stellen den Weg auf den Endsieg in Christus dar, bei welchem Franziskus eine neue Ära einleitet; die Geschichten der hl. Jungfrau im Chor stehen für die Kirche, deren Wirken in den Vierungskappen dargestellt ist, wo die Evangelisten neben jeweils einer Stadt als Symbol für die von jedem von ihnen evangelisierte Region abgebildet sind. Die Kreuzigung (leider nur in einem sehr schlechten Zustand erhalten) ist Mittelpunkt der franziskanischen Religiosität, Höhepunkt der Heilsgeschichte. Das Drama ergreift hier die Massen, schafft höchste Spannung, Schmerz und Verzweiflung. Die dramatische Grandiosität dieses Gemäldes stellt die Überwindung der byzantinischen Malweise dar, von der auch Cimabue herkommt, der diese aber durch starke Betonung des Ausdrucks und eine Aufwertung des plastischen Elements erneuert. Diese neuen Kunstwerte finden sich auch in der Ausführung der Thronenden Muttergottes mit dem Kinde, Engeln und dem hl. Franziskus, welche Cimabue einige Jahre später in der Unterkirche malte.
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